|
LIBRETTO „MIRAKEL IM TAL” |
![]() |
Unter zuckenden am Himmel Blitze, vor mehr als 2300 Jahren, am
Fuße des heiligen für die Thraken Berges wurde der Odrissenzar Sevt III begraben.
In dieser Nacht wurde er zu einer Legende, die bis heute noch lebt….
Mystik, Glauben, Leben auf Erde, Leben im Jenseits…
Die thrakischen Zaren-Orphiker glaubten an Unsterblichkeit !
Mystische Ekenntnis....
Der Weg zum Jenseits ist eine Erkenntnis!...
....Und wenn der thrakische Zar die Große Göttin-Mutter, die das All ist, betet,
ihn zu erlauben sich auf den Weg zum Jenseits zu machen, wird sie zusammenzucken,
erscheinen und dann.....
Der Rituellraum ist in mystischer Halbdunkelheit versunken. Unter dem kräftigen
Baum - ein Symbol der Antike und der Ewigkeit, pellt sich wie aus ihrer „Haut“
die Zauberin-Hauptpriesterin, welche alle „Fäden zieht“ und das Schicksal
kontrolliert! Bis zum Ende der Aufführung spüren wir ihre Mitwirkung und
Einmischung in allem, was geschieht.
Die Stimme der Stille geht in Schlagklängen über. Die Zauberin beginnt ihren
Ritualtanz, zündet die Opferfeuer an, und ruft ihre treue Diener das Rituals
durchzuführen. Sie kommen wortlos, breiten einen Ritualteppich aus, wodurch sie
den heiligen Platz, wo das Ritual geschehen wird bezeichnen!
Nun kommen auch der Große Thrakische Herrscher Sevt III. und seine Zarin-die
Odrissenprinzessin.
Über sie ist die Allmächtige Göttin-Mutter - das All, welche vom Sevt III.
aufgerufen ist, um ihn aufzuklären und ihn auf seinem Weg des ewigen Lebens zu
bringen.
Jetzt kommt die erste Frau von Sevt III., die Prinzessin aus Kleinasien-Berenika,
die eine Gabe für ihren Exgatten - ein Goldschatz mitbringt!
Nun ist die Zeit gekommen, dass der Herrscher sich auf dem WEG macht! Die
Allmächtige Göttin-Mutter schenkt ihm einen Granatapfel - das Symbol des Todes
und des Lebens, getränkt mit göttlichem Blut.
Sevt III. trinkt den Fruchtsaft aus!
Der Granatapfel schmeckt gut!
Das ist das Zeichen ! Das ist der Anfang seines Wegs.
Der Zar stirbt, aber seine Energie geht ins Jenseits über.
Aus diesem Schicksalszeichen kommt der neue Herrscher zur Welt. Die Allmächtige
Göttin-Mutter gibt ihm das rituelle Gefäß- Riton voller Wein - ebenfalls ein
Symbol des göttlichen Blutes.
Er trinkt!
Der Wein schmeckt auch gut!
So nimmt der Nachfolger den hohen Rang !
Der gestorbene Sevt III. nimmt an seinem eigenen Beerdigungsfestmahl teil.
In einem Leichenzug tragen die treuen Untertanen die Leiche ins Grabmal, wo sie
hingelegt wird.
Die Zarin wünscht sich ihren Mann auf dem Weg ins Jenseits zu begleiten.
Der neue Herrscher bringt sie zum Opfer durch einen Schlag mit einem
Ritualhammer. Die Priesterinnen legen sie in eine Tragbahre und bringen sie ins
Grabmal.
Der neue Zar besteigt den Thron und zu seinem Ehren beginnen Zechen, Spiele,
Wettbewerbe, Kämpfe und sinnliche Vergnügen. Die thrakische Bevölkerung feiert
und amüsiert sich.
Nach dem Sieg in allen Wettbewerben und Kämpfen, nach einem schweren und
qualvollen Abschied bringt der erste Krieger im Reich seine Geliebte zum Opfer
des neuen Herrschers. Sie ist die Auserwählte! Sie ist durch das Schicksal
vorbestimmt die neue Zarin zu sein.
Die Allmächtige Göttin-Mutter umhüllt sie in einem Ritualumhang, und der neue
Zar bring sie zum Thron.
Die Mission der Zauberin ist erfüllt und alles endet.
Alles geht zu Ende und fängt von vorne an.
Der ewige Kreis des Schicksals schließt sich zu, und dreht sich weiter.....
Und alles versinkt in Zeitlosigkeit und Ewigkeit ......